8 Gründe, warum ein normaler Ölwechsel bei einem Automatik-Getriebe rausgeschmissenes Geld ist…

1. kompletter Ölaustausch ist konstruktionsbedingt nicht möglich

2. Wandergetriebe: teilweise kann nur 50 Prozent der Ölmenge abgelassen werden

3. DSG und CVT-Getriebe: es verbleiben bis zu 30 Prozent altes Öl im Getriebe

4. Ablagerungen im Getriebe werden nicht entfernt

5. Rückstände verursachen nach dem Ölwechsel Probleme im hydraulischen System

6. geringe Ölqualität nach dem Ölwechsel durch zu hohen Altölanteil

7. Fehlerquellen und Fehlfunktionen können nach dem Ölwechsel bestehen bleiben

8. keine technische Lösung des Fahrzeugherstellers für den kompletten Ölaustausch vorhanden

Anforderungen an das Öl im Automatik-Getriebe

Das Öl in einem Schaltgetriebe macht genau das, was es soll – es schmiert. In einem Automatik-Getriebe hingegen hat das Öl noch weitere wichtige Aufgaben zu erfüllen. Neben der Schmierung ist es auch verantwortlich für die Kraftübertragung, die Kühlung, die Steuerung der Hydraulik- und Schaltelemente und die Informationsübertragung in den Mechatronikkomponenten.

Damit wird deutlich: Verändern sich die Eigenschaften des Öls durch Verschleiss, Reibung, Druck, Temperatur, Ablagerungen und Verunreinigungen, können zum einen nicht alle Funktionen einwandfrei ausgeführt werden und verkürzen zum anderen die Lebensdauer des Getriebes.

Mögliche Folgen eines verunreinigten Getriebes:

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spürbares Ruckeln

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unsauberes Schalten

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Schaltverzögerungenen

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erhöhter Benzinverbrauch

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Leistungsverlust

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Anfahrschwächen

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Kick-Down-Probleme

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Geräusche & Vibrationen

Warum Ölwechsel, wenn dieser gar nicht vorgeschrieben ist?

Einige Fahrzeughersteller schreiben einen Automatik-Getriebe Ölwechsel alle 60.000 bis 120.000 km vor, andere wiederum gar nicht.

Fakt ist: ebenso wie das Motorenöl verschleisst auch das Automatik-Getriebeöl. Zusätzlich bereiten hier Abrieb und Rückstände der Getriebekomponenten Probleme. Die anfallenden festen Partikel verhindern den freien Ölfluss durch die einzelnen Hydraulik-Komponenten.

Interessant, aber nicht wirklich zu verstehen…

Automobilhersteller wie z.B. Audi oder BMW schreiben bei einigen Wandlergetrieben des Getriebeherstellers ZF keinen Ölwechsel vor – ZF-Services tut es aber sehr wohl! So empfiehlt der Getriebehersteller alle 80.000 – 100.000 km das Öl und ggf. den Filter auszutauschen. Warum das so ist, lässt sich nicht schlüssig nachvollziehen.

Ölwechsel beim Automatik-Getriebe – muss das sein?

Weshalb einige Automobilhersteller ihre Fahrzeuge mit einer sogenannten Lifetimebefüllung (Ölwechsel nicht notwendig) verkaufen, bleibt rätselhaft. Fakt ist jedoch, dass sich in der Praxis vermehrt Defekte, wie Schaltprobleme, Anfahrschwächen, Schaltverzögerungen oder -ruckeln, Beschleunigungsprobleme, Geräusche usw. zeigen. Das führt teilweise auch zu mechanischen Getriebeschäden, sogar bis hin zum Totalausfall.

Gründe dafür sind zum einen die Alterung, sowie die mechanische und thermische Belastung des Öls. Eine Verschlechterung der Viskosität und die Aufnahme von Feuchtigkeit fördert u.a. die Korrosion in den Getriebebauteilen, was wiederum zu den Defekten führen kann.

Zum anderen werden an den Kupplungslamellen und innenliegenden mechanischen Teilen Abrieb produziert, der sich im kompletten System ablagert. Damit werden die Funktion von Ventilen und anderen Hydraulikkomponenten negativ beeinflussen. Genauso führt auch die verminderte Schmierfähigkeit des alten Öls zu erhöhtem Abrieb an den Aluminiumbauteilen.

Um schwerwiegenden Folgeschäden und damit auch hohen Kosten vorzubeugen, sollte ein Getriebeölwechsel incl. Spülung regelmässig gemacht werden (auch wenn der Fahrzeughersteller keinen Wechsel vorschreibt).

Warum und wie das Automatik-Getriebeöl ausgetauscht wird!

Betrachtet man die Technik eines Automatikgetriebes, so wird schnell klar, dass ein Austausch der vollständigen Ölmenge konstruktionsbedingt gar nicht möglich ist. Selbst wenn der Wandler eine Ablass-Schraube hat (was meistens nicht der Fall ist), verbleibt jede Menge Öl in den Leitungen und in anderen Komponenten. Über die Ölablass-Schraube bekommt man bei Wandlergetrieben teilweise nur magere 50 Prozent des Altöls aus dem Getriebe heraus. Bei DSG und CVT-Getrieben verbleiben teilweise bis zu 30 Prozent altes Öl im Getriebe. Rückstände, die sich im Getriebe abgelagert haben, werden durch das Ablassen des Altöls nur zu einem sehr geringen Teil mit entfernt. Der Grossteil der Ablagerungen verbleibt also im Getriebe und erzeugt auch nach dem Ölwechsel Probleme im hydraulischen System.

Stellt sich also die Frage: Welche Ölqualtität erhalte ich, wenn bis zu 50 Prozent altes Öl und fast der komplette Anteil an Ablagerungen und Rückständen im Getriebe verbleiben?

Ein vollständiger Öl-Austausch und eine Innenreinigung sind aber notwendig, um alle Ablagerungen aus dem System zu entfernen!

Die Lösung des Problems:
ist der Einsatz eines speziellen Spülgerätes. Dieses Gerät wird direkt in den Ölkreislauf des Getriebes eingebunden und kann so einen Austausch des Öls von nahezu 100 Prozent bewerkstelligen. Das Getriebe durchläuft jetzt ca. 20 Minuten alle Fahrstufen. Dadurch gelangt während des Spülvorganges ein Spezialreiniger in alle Getriebekomponenten. Es werden so sämtliche Verunreinigungen, sowie festgesetzte Kohlenstoffverbindungen in dem Automatik-Getriebe aufgelöst und fast vollständig entfernt.

Das Besondere:
Das alte Öl wird jetzt nicht einfach abgelassen. Durch die Zuführung frischen Öls in den Ölkreislauf verdrängt dieses fast vollständig das alte Öl und die Verunreinigungen und ersetzt so nahezu 100 Prozent der benötigten Getriebeölmenge.

In welchen Intervallen sollte der Austausch erfolgen?

Schreibt der Fahrzeughersteller keine Wechselintervalle vor, ist je nach Beanspruchung des Fahrzeugs ein Ölwechsel incl. Spülung nach 4 bis 6 Jahren oder nach 80.000 bis 120.000 Kilometern sinnvoll und empfehlenswert.

Falls der Hersteller kürzere Intervalle vorschreibt, sind diese natürlich verbindlich.

Fazit

Fast alle Automobilhersteller haben für ihre Automatik-Getriebe keine technische Lösung für den kompletten Ölaustausch parat. Deshalb obliegt es entweder dem Autofahrer oder der jeweiligen Werkstatt nach wirkungsvollen Alternativen zu suchen und diese auch einzusetzen.

Nur die professionelle Automatik-Getriebe Ölspülung ermöglicht eine gründliche Reinigung des Getriebes und den kompletten Austausch des Öls und steigert so die Langlebigkeit und den Wert des Fahrzeugs.

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